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Ostern

Ostern 2017

Sonntag, 16. April (KW 15), noch 265 Tage

Osterkörbchen mit bunt bemalten Eiern

Osternest mit bunt bemalten Eiern

Wie und warum wird Ostern gefeiert?

Ostern ist neben Pfingsten und Weihnachten eines der Hauptfeste im Kirchenjahr und feiert die Auferstehung Jesu' Christi.

Entstehung des Osterfestes

Am Ostersonntag feiern Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. In den ersten Jahrhunderten der christlichen Kirchengeschichte wurde in der Osternacht (die Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag) dem Leiden und der Auferstehung Jesus' gedacht, bis sich ab dem vierten Jahrhundert die Dreitagefeier herauskristallisierte, die sich vom Gründonnerstag über Karsamstag bis hin zum Ostersonntag erstreckte.

Der Ostersonntag beendet die Fastenzeit und leitet die 50-tägige Osterzeit ein, die bis Pfingsten währt. Der Ostermontag versteht sich dabei als eine Art Fortsetzung des Ostersonntags – ähnlich wie der Pfingstmontag zum Pfingstfest und der zweite Weihnachtsfeiertag an Weihnachten. Liturgisch betrachtet spielt hier vor allem die Beobachtung der Emmaus-Jünger eine Rolle. Sie sollen laut Lukas-Evangelium am dritten Tag nach der Kreuzigung auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus einen Fremden getroffen haben, der sie nach dem Grund ihrer Trauer fragte. Sie berichteten ihm vom Leid des Messias. Daraufhin beruhigte der Fremde sie und brach mit ihnen, als sie in Emmaus eintrafen, das Brot. In dieser Geste erkannten die beiden Jünger Jesus in dem Fremden wieder, woraufhin dieser vor ihren Augen verschwand. Noch am selben Tag eilten sie nach Jerusalem zurück, um den dort verbliebenen Jüngern von ihrem Erlebnis zu berichten.

Das Osterdatum – Wann feiern wir Ostern?

Ostern fällt in der westlichen Kirche jedes Jahr auf ein anderes Datum. Als Faustregel gilt: Der Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling ist der Ostersonntag.

Das Osterparadoxon

Im Jahr 325 n. Chr. wurde auf dem Ersten Konzil in Nicäa die oben genannte Formel für Ostern festgelegt. Da die exakte Berechnung astronomischer Daten in den ersten Jahrhunderten äußerst aufwendig war, bediente man sich zyklischer Daten. Diese wurden aufgrund von Beobachtungen festgelegt und waren im Grunde Durchschnittswerte, die in einem vertretbaren Maß von den tatsächlichen Daten der Ereignisse abwichen.

Der zyklische Frühlingsanfang ist daher der 21. März; der tatsächliche (astronomische) Frühlingsanfang variiert jedoch zwischen dem 19., 20. und 21. März. So kommt es hin und wieder zu Differenzen – das Osterdatum weicht dann von der Faustregel „erster Sonntag nach erstem Frühlingsvollmond“ ab. Dieses Phänomen wird als Osterparadoxon bezeichnet und tritt in drei verschiedenen Formen auf:

  • der astronomische Vollmond tritt am 19. oder 20. März auf: Ostern wird vier Wochen später gefeiert
  • der astronomische Vollmond tritt an einem Samstag, der zyklische Vollmond erst am darauffolgenden Sonntag auf: Ostern wird eine Woche später gefeiert
  • der astronomische Vollmond tritt am einem Sonntag auf, der zyklische Vollmond bereits am Sonntag davor: Ostern wird am Tag des astronomischen Vollmondes gefeiert
Wann tritt das Osterparadoxon auf?

In folgenden Jahren tritt das Phänomen des Osterparadoxon auf und verschiebt das Datum von Ostern:
2019, 2038, 2045, 2049, 2057, 2069, 2076, 2089, 2095, 2096, 2106, 2114, 2119, 2133, 2147, 2150, 2152, 2171, 2172, 2174, 2190

Bräuche an Ostern

Das Eierfärben an Ostern weist eine lange Tradition auf. In der christlichen Glaubensgemeinschaft diente das Färben der Eier vor allem dazu, die gesegneten Eier von den nicht gesegneten zu unterscheiden.

In Deutschland und vielen anderen Ländern hat sich der Osterbrauch entwickelt, dass am Ostersonntag der Osterhase die gefärbten Eier und weitere kleine Köstlichkeiten für die Kinder versteckt, die diese dann suchen müssen. Der eierbringende Hase ist laut christlichen Quellen schon seit der Spätantike ein Ostersymbol. Er hat sich aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch seine kommerzielle Verwendung an Ostern durchgesetzt.

Als traditionelle Speise am Ostersonntag gilt Lammfleisch. Dieser Brauch wurde dem jüdischen Passahfest (auch: Pessach) entnommen, wo das Lamm als Sinnbild für den Opfertod von Jesus geschlachtet wird. Außerdem spielt das Feuer eine wichtige Rolle an Ostern. In heidnischen Ritualen wird den lodernden Flammen eine erneuernde Kraft zugeschrieben, die den Winter sowie böse Geister vertreiben soll. Für die Christen symbolisieren sie die Auferstehung von Jesus. Zum Gottesdienst an Ostern erhalten die Gläubigen daher meist eine Osterkerze mit dem Licht Christi, welches sie in die noch dunkle Kirche tragen. In vielen Ortschaften finden traditionelle Osterfeuer statt.

Am Ostermontag ahmen Christen mancherorts den Emmausgang nach. Er führt sie von der Pfarrkirche zur Kapelle und erinnert an den Gang der beiden Jünger von Jerusalem nach Emmaus.

Eine ausführliche Sammlung von traditionsreichen sowie vollkommen kuriosen Osterbräuchen aus der ganzen Welt haben wir in unserem Blogbeitrag "Was ihr schon immer über Ostern wissen wolltet" zusammgestellt.

Wissenswertes zu Ostern

  • In Straßburg tauchte 1615 erstmals die Bezeichnung "Osterei" auf.
  • Am Ostersonntag 1722 landete der Niederländer Jakob Roggeveen auf der in Europa bisher unbekannten Osterinsel und gab ihr ihren heutigen Namen.
  • Ostersonntag ist der Anker im kirchlichen Kalenderjahr, denn fast alle beweglichen christlichen Feiertage richten sich nach ihm.
  • In Frankreich findet die Suche nach versteckten Eiern erst am Ostermontag statt.
  • Der Ostermontag ist in 18 Ländern dieser Welt ein gesetzlicher Feiertag.

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