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Pfingsten

Pfingsten 2017

Sonntag, 04. Juni (KW 22), noch 252 Tage

Fliegende, weiße Taube an Pfingsten

Die weiße Taube: Symbol für den Heiligen Geist

Wie und warum wird Pfingsten gefeiert?

Das Pfingstfest beginnt mit dem Pfingstsonntag am 50. Tag nach Ostersonntag und zehn Tage nach Christi Himmelfahrt. An Pfingsten feiert die Kirche das Ende der Osterzeit und die Entsendung des Heiligen Geistes.

Entstehung von Pfingsten

Seinen Ursprung hat das Pfingstfestes im jüdischen Schawuot – ein Erntedankfest, bei dem auch die Offenbarung der Tora an das israelische Volk gefeiert wird.

Laut Neuem Testament kam der Heilige Geist auf die Jünger und Apostel herab, als sich diese in Jerusalem versammelten, um das Schawuot zu feiern. Die Jünger Jesu schilderten, dass sie ein Brausen vom Himmel durchfuhr und der Heilige Geist sie erfüllte. Während dieses sogenannten Pfingstwunders war es den Jüngern möglich, fremde Sprachen zu sprechen und zu verstehen. Theologisch lässt sich dies als Metapher für die Mission der Kirche verstehen, Menschen jeder Herkunft anzusprechen und unter ihnen den christlichen Glauben zu verbreiten.

Der Pfingstmontag als Verlängerung des Pfingstsonntags gehört liturgisch nicht mehr in die Osterzeit und ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, weiten Teilen der Schweiz, in Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Ungarn.

Pfingsten in anderen Ländern

In Schweden wurde der Pfingstmontag als Feiertag 2005 abgeschafft. Auch Italien begeht den Tag nicht mehr als gesetzlichen Feiertag – mit Ausnahme von Südtirol. Jedoch setzen sich viele Italiener dafür ein, den Feiertag wieder einzuführen.

In Frankreich gab es 2005 ebenfalls Bemühungen, Pfingstmontag als gesetzlichen Feiertag abzuschaffen, woraufhin sich jedoch die französische Bevölkerung zur Wehr setzte. So wurde der Pfingstmontag 2008 wieder als Feiertag eingeführt und besteht seitdem.

Bräuche an Pfingsten

Mit der Zeit haben sich unzählige Bräuche an Pfingsten entwickelt, die zum Teil eine starke regionale Ausprägung haben. Beispielsweise hat in der Lüneburger Heide das Pfingstbaumpflanzen eine lange Tradition. Üblicherweise sind junge Birken die konventionellen Pfingstbäume, welche vor der Haustür platziert werden, um böse Geister zu vertreiben. Vor vielen Jahren wurde dieser Brauch außerdem von heiratswilligen Männern genutzt, um sich den ledigen Frauen vorzustellen.

Ein weiterer Pfingstbrauch (vor allem in Mecklenburg-Vorpommern) ist das Schmücken des Pfingstochsen. Am Pfingstsonntag wird das Vieh zum ersten Mal im Jahr auf die Weide getrieben. Das kräftigste Tier führt die Herde an und ist mit bunten Blumen, Bändern sowie Stroh geschmückt.

Eine besonders lange Tradition hat die sogenannte Unruhnacht, welche von Pfingstsonntag zu Pfingstmontag stattfindet. Während dieser Nacht sollten ursprünglich die bösen Geister vertrieben werden. Inzwischen ist es jedoch Brauch, seinen Mitmenschen Streiche zu spielen. Die Zeit bis zum Sonnenaufgang am Pfingstmontag wird dazu genutzt, Türen zu verstellen oder Gegenstände an einem anderen Ort zu platzieren. Alle Objekte, die sich nicht unter einem Dach befinden, dürfen kurzfristig entwendet und versteckt werden. Diese Streiche werden häufig auch als Pfingststehlen bezeichnet.

Darüber hinaus findet jährlich in Bad Kötzting der traditionelle Pfingstritt statt. Er geht auf das Jahr 1412 zurück, als der örtliche Geistliche einem Mann aus dem Nachbarort die Sterbesakramente abnehmen sollte. Der Pfarrer bat um Geleitschutz für seine kleine Reise und nach sicherer Rückkehr wurde beschlossen, den Ritt jedes Jahr zu wiederholen. Auf geschmückten Pferden und mit historischen Trachten begeben sich noch heute über 900 Reiter am Pfingstmontag von Kötzting nach Steinbühl und wieder zurück.

In unserem Blog-Beitrag werden noch weitere interessante Pfingstbräuche vorgestellt.

Wissenswertes zu Pfingsten

  • Die Ersterwähnung von Pfingsten als christliches Fest geht auf das Jahr 130 n.Chr. zurück.
  • Pfingsten leitet sich vom griechischen Wort „pentekostē“ ab und bedeutet „der fünfzigste Tag“.
  • Der Pfingstsonntag gilt auch als Geburtstag der Kirche.
  • Fast alle Traditionen an Pfingsten ähneln dem Maibrauchtum, wie zum Beispiel das Tanzen um einen Baum.
  • Die weiße Taube ist das Symbol des Heiligen Geistes, welches häufig in Pfingsterzählungen verwendet wird.
  • Der Pfingstsonntag ist seit 1992 der Höhepunkt des Wave-Gothik-Treffens in Leipzig – eines der größten Szene-Festivals in Deutschland.

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