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Human Rights Day

Human Rights Day 2020

Samstag, 21. März (KW 12), noch 250 Tage

Wie und warum wird der Human Rights Day gefeiert?

In Südafrika erinnert der gesetzliche Feiertag Human Rights Day am 21. März speziell an die Ereignisse aus dem Jahr 1960, als Schwarze aus den Städten verdrängt wurden und daraufhin für ihre Rechte kämpften.

Im Rest der Welt wird der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember begangen – dem Datum, an dem 1948 in der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet wurde.

Entstehung des Human Rights Day in Südafrika: Das Massaker von Sharpeville

Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts verschärfte die regierende National Party in Südafrika die Rassentrennung zugunsten der weißen Minderheit. Schwarze durften nicht ohne Genehmigung aus ländlichen Gegenden in die Städte gehen. Auch änderten sich die Bedingungen für Schwarze, die in den Städten des Landes geboren waren oder dort bereits lebten und arbeiteten. Jeder männliche Schwarze musste seine Genehmigung auf Verlangen vorzeigen können. Dies schränkte nicht nur die Bewegungsfreiheit ein, sondern auch den Zugang zu bezahlter Arbeit und ermöglichte dem Apartheidregime weitgehende Kontrolle.

1956 wurde das Gesetz auch auf Frauen erweitert. Zudem wurde das Genehmigungsdokument, das bis dahin ein einfaches Passdokument war, erweitert zum sogenannten „Reference Book“. Darin war ein Foto enthalten sowie Informationen über die Herkunft, bisherige Arbeitsstätten und Steuerzahlungen, Fingerabdrücke und Auszüge aus Polizeiakten der betreffenden Person. Dieses Reference Book musste ständig bei sich getragen werden. Konnte es nicht vorgezeigt werden, drohte Haft.

Gegen diese Gesetze rief die Partei PAC (Pan Africanist Congress) zu friedlichen Protesten auf: Die Demonstranten sollten sich ohne Reference Book vor Polizeistationen einfinden und so Massenverhaftungen provozieren. Am 21. März 1960 fanden sich vor der Polizeistation in Sharpeville über 5.000 Demonstrierende ein. Es kam zu Steinwürfen auf die Station. Die zahlenmäßig weit unterlegene Polizei schoss in die Menge, 69 Menschen starben, über 180 wurden verletzt. Seit 1995 erinnert der Feiertag an diese Ereignisse und 1996 unterzeichnete Nelson Mandela in Sharpeville die neue demokratische Verfassung Südafrikas.

Tag der Menschenrechte weltweit am 10. Dezember

Der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember wird von vielen Organisationen genutzt, um in Form von speziellen Aktionen oder Aufrufen auf die aktuelle Situation der Menschenrechte aufmerksam zu machen. Die „Reporter ohne Grenzen“ verleihen am Tag der Menschenrechte den „Menschenrechtspreis“, in Oslo wird der Friedensnobelpreis verliehen (nicht zuletzt auch, weil Alfred Nobel an einem 10. Dezember verstorben ist). Das Europäische Parlament schließlich nutzt den Tag, um den EU-Menschenrechtspreis (Sacharow-Preis) an Personen oder Organisationen zu überreichen, die sich mit ihrem Einsatz zur Verteidigung der Menschenrechte und Meinungsfreiheit besonders hervorgehoben haben.

In Südafrika ist der Human Rights Day arbeitsfrei und auch hier finden landesweit Kundgebungen und Ansprachen statt, die die Bedeutung der Menschenrechte ins Bewusstsein rufen sollen.

Wissenswertes zum Tag der Menschenrechte

  • Eine weitere Bezeichnung des gedenktags in Südafrika ist "Menseregtedag".
  • Fällt der Human Rights Day auf einen Sonntag, ist der darauffolgende Montag in Südafrika arbeitsfrei.
  • Seit 1966 wird der 21. März in Südafrika auch als "Internationaler Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung" begangen – eine Initiative der Vereinten Nationen.

Wann und wo wird Human Rights Day gefeiert?

Wann ist Human Rights Day 2019?

21. MärzDonnerstag (KW 12)Südafrika

Wann ist Human Rights Day 2020?

21. MärzSamstag (KW 12)Südafrika

Wann ist Human Rights Day 2021?

10. DezemberFreitag (KW 49)Äquatorialguinea

Alle Angaben auf diesem Portal sind ohne Gewähr. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und aufbereitet. Fehler sind jedoch nicht auszuschließen.

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