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Advent

Advent 2016

Sonntag, 27. November (KW 47), noch 181 Tage

Geschmückter Adventskranz mit vier Kerzen

Klassischer Adventsschmuck: Der Adventskranz

Berechnung der Adventsfeiertage

Um den ersten Advent zu ermitteln, gibt es eine einfache Formel: Der erste Sonntag nach dem 26.11. ist der erste Advent. Der zweite, dritte und vierte Advent wird jeweils sieben Tage später begangen.

BezeichnungDatum 2015KW
1. Advent29. November48
2. Advent06. Dezember49
3. Advent13. Dezember50
4. Advent20. Dezember51

Wie und warum wird Advent gefeiert?

Advent bezeichnet die Zeit, in der sich vor allem Christen auf das Fest zur Geburt von Jesus von Nazareth vorbereiten. Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen Wort "Adventus" ab, was soviel bedeutet wie "Ankunft".

Entstehung Advent

Ursprünglich galt die Adventszeit als Fastenzeit und fand zwischen dem 11. November und dem Erscheinen des Herrn am 6. Januar statt. 1917 wurde das Adventsfasten abgeschafft und von der katholischen Kirche nicht mehr verlangt. Die heutige Form des Advents hat ihre Wurzeln im 7. Jahrhundert. Damals legte Papst Gregor der Große fest, dass sich der Advent über vier Sonntage erstreckt. Sie sollten als Symbolik für die 4.000 Jahre stehen, die laut kirchlichen Geschichtsbüchern die Menschheit nach der Sünde im Paradies auf die Erlösung warten musste. Diese Regelung wurde jedoch erst 1570 durch Papst Pius V. rechtsgültig.

Bräuche zum Advent

Eine der bekanntesten Traditionen im Advent ist das Abzählen der Tage bis zum Weihnachtsfest. Dieser Brauch existiert in Deutschland seit Beginn des 20. Jahrhunderts und die Adventskalender haben seitdem die unterschiedlichsten Formen angenommen. Seit 1920 gibt es zum Beispiel den Kalender mit kleinen Türchen, hinter denen sich Süßigkeiten, Bilder oder Spielzeug verbergen. Darüber hinaus ist es in vielen Haushalten Brauch, einen Adventskranz aufzustellen. Er wurde vom evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern 1839 eingeführt. Allerdings bestand er zu dieser Zeit aus 18 bis 24 Kerzen. Heute hingegen besitzt der Kranz nur noch vier Kerzen, wovon an jedem Sonntag im Advent eine angezündet wird. Großer Beliebtheit erfreuen sich außerdem die Schwibbögen. In der Zeit ihrer Entstehung, im 18. Jahrhundert, symbolisierte jedes Licht an einem Schwibbogen einen wohlbehalten zurückgekehrten Bergarbeiter.

Einige Kirchen zünden in der Adventszeit ein sogenanntes "Friedenslicht aus Betlehem" an. Dabei handelt es sich um eine Laterne, die das Licht im Geburtsstall von Jesus Christus symbolisiert. Kirchenbesucher können sich daran eine Kerze anzünden und somit ihr eigenes Friedenslicht nach Hause tragen.

Wissenswertes zum Advent

  • Im Erzbistum Mailand existiert noch heute die aus dem 7. Jahrhundert stammende, 6-wöchige Adventszeit.
  • Liturgische Adventskalender beginnen am 1. Advent und gehen bis zum 6. Januar, an dem die Erscheinung des Herrn gefeiert wird.
  • Fällt Heiligabend auf einen Sonntag, wird der 4. Advent nicht gefeiert.

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