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Mzchetoba

Mzchetoba 2020

Mittwoch, 14. Oktober (KW 42), vor 41 Tagen

Wie und warum wird Mzchetoba begangen?

In der georgisch-orthodoxen Kirche wird das Hochfest Mzchetoba am 14. Oktober begangen. Der kirchliche Feiertag Mzchetoba ist auch unter dem Namen „Fest der lebensspendenen Säule“ bzw. „Fest des lebensspendenen Stammes“ bekannt. Das Fest beruht auf einer Legende, die sich rund um die Errichtung der Swetizchoweli-Kathedrale in der georgischen Stadt Mzcheta rankt. Gleichzeitig feiert die Stadt Mzcheta an diesem Tag ein großes und buntes Volksfest, das auch Mzchetoba heißt.

Geschichtliches zu Mzchetoba

Die Swetizchoweli-Kathedrale (zu deutsch: Kathedrale der lebensspendenen Säule) wurde zwischen 1010 und 1029 erbaut. Die Swetizchoweli-Kirche war viele Jahrhunderte lang die Krönungs- und Grabeskirche der Könige von Georgien, denn sie lag strategisch günstig am Zusammenfluss der Flüsse Kura und Aragwi.

Bei dem mittelalterlichen Bau handelt es sich um eine beeindruckende Kirche mit Emporen und einer hohen Kuppel. Die Kuppel ruht auf vier wuchtigen Pfeilern, die in der Legende um die heilige Nino aufgegriffen werden, die sich um den Feiertag Mzchetoba rankt

Die Legende von Mzchetoba

Der Georgier Elios bzw. Elias wollte am Prozess gegen Jesus Christus teilnehmen und dort für Jesus sprechen. Er kam jedoch zu spät. Er konnte nur noch am Hügel Golgatha einem römischen Soldaten das Obergewand Jesus abkaufen. Er nahm es mit zurück nach Mzcheta und schenkte es seiner Schwester Sidonia. Diese aber grämte sich wegen des Todes von Jesus so sehr, dass sie verstarb. Sie wurde mit dem Jesu-Gewand in der Nähe einer aus dem Libanon stammenden Zeder begraben.

Auf Geheiß der heiligen Nino ließ König Mirian am Grabe Sidonias eine Kathedrale errichten. Aus der Zeder sollte die dritte Säule des Kirchenbaus gefertigt werden. Doch die Kräfte von Mensch und Tier, die die Zeder fällen sollten, ließen nach und damit erlahmte auch der Glaube. Die Zeder jedoch blieb weiterhin standhaft. Deswegen verbrachte die heilige Nino eine Nacht auf der Baustelle, um zu beten. Am Morgen erschien ihr ein Engel. Als dieser die Arme hob, erhob sich auch der Stamm der großen Zeder von selbst. Er stellte sich wie von Geisterhand auf der vorgesehen Basis ins Lot und war fortan eine der Säulen, die das imposante Bauwerk trugen.

Mit dem Mzchetoba-Hochfest soll an dieses Wunder und die Kraft des Glaubens erinnert werden.

Die Legende besagt auch, dass die Zeder-Säule einen besonderen Saft abgibt, der heilend wirkt. Von dieser Heilwirkung rührt auch der Name Swetizchoweli-Kathedrale.

Bräuche an Mzchetoba

Die georgisch-orthodoxe Kirche begeht in Mzechta am 14. Oktober das Fest der lebensspendenen Säule mit einem prächtigen Gottesdienst in Form eines Patroziniums. Das Hochfest hat den Charakter einer Kirchweihe. Im Mittelalter fanden sich die Gläubigen im Anschluss zu einem Markt mit Volksfestcharakter ein. Dieser Brauch hat bis heute in Mzechta überlebt, denn nach dem Gottesdienst feiern die Einwohner das bunte und fröhliche Mzchetoba-Volksfest.

Wissenswertes zu Mzchetoba

  • Das Mzchetoba-Fest am 14. Oktober ist nicht nur ein wichtiges Datum im liturgischen Kalender der georgisch-orthodoxen Kirche. In der Stadt Mzcheta wird an diesem Tag auch die Kirchweihe der Kathedrale mit einem großen Volksfest und Jahrmarkt gefeiert.
  • Seit 2001 unterhält Mzcheta eine Städtepartnerschaft mit Leuville-sur-Orge in Frankreich.
  • Die Swetizchoweli-Kathedrale ist nach der Heiligen-Dreieinigkeits-Kathedrale in Tiflis die zweitgrößte Kirche in Georgien.

Wann und wo wird Mzchetoba gefeiert?

Wann ist Mzchetoba 2020?

14. OktoberMittwoch (KW 42)Georgien

Alle Angaben auf diesem Portal sind ohne Gewähr. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und aufbereitet. Fehler sind jedoch nicht auszuschließen.

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