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Tag der Arbeit

Tag der Arbeit 2018

Dienstag, 01. Mai (KW 18), noch 309 Tage

Hammer und Nagel als Symbol für den Tag der Arbeit

Am Tag der Arbeit wird für Verbesserungen im Arbeitsalltag gekämpft

Wie und warum wird der Tag der Arbeit gefeiert?

Der Tag der Arbeit ist neben Weihnachten und Ostern einer der weltweit am meisten begangenen Feiertage. Mit Ausnahme der Antarktis wird er auf allen Kontinenten gefeiert. Er fällt allerdings nicht immer auf den 1. Mai wie in Deutschland. In den USA und Kanada findet er beispielsweise jeweils am ersten Montag im September statt.

Überall auf der Welt symbolisiert er jedoch das gleiche: Die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, welche mit Hilfe der kollektiven Kraft der Arbeiterbewegung durchgesetzt werden konnten.

Entstehung Tag der Arbeit: Die Haymarket Affair

Im 19. Jahrhundert machten sich erste Unruhen der Arbeiterklasse weltweit breit. Für einen niedrigen Stundenlohn wurden zwölf Stunden oder mehr pro Tag gearbeitet. Die Menschen fühlten sich ungerecht beanhdelt und entlohnt.

Eine erste Massendemonstration gab es am 1. Mai 1856 in Australien, bei der die Arbeiter in erster Linie einen Acht-Stunden-Tag forderten. Nachdem dieser Protestmarsch zu keinen relevanten Änderungen führte, kam es am 1. Mai 1886 erneut zu einem Generalstreik – diesmal in Chicago, USA. Nachdem August Spies, Chefredakteur und Herausgeber der „Arbeiter-Zeitung“, auf dem Chicagoer Haymarket mit seiner Rede quasi das Bewusstsein der Arbeiterklasse schuf, folgten mehrtägige Streiks in den ortsansässigen Fabriken. Am 3. und 4. Mai 1886 kam es dann zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Streikteilnehmern und der Polizei, die auf beiden Seiten Tote und Verletzte forderte. Das darauffolgende Gefecht zwischen beiden Parteien ist als „Haymarket Affair“ in die Geschichte eingegangen.

Um den Opfern jener „Haymarket Affair“ zu gedenken, rief die Zweite Internationale, eine internationale Arbeiterassoziation, bei ihrem Gründungskongress 1889 den 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ aus. Im Jahr darauf fanden an diesem Tag weltweit Massenstreiks und Demonstrationen der Arbeiterklasse statt.

Der Tag der Arbeit in Deutschland

Der Tag der Arbeit hat in Deutschland einige „Verwandlungen“ durchlaufen müssen. So scheiterte 1919 der Versuch der Weimarer Nationalversammlung, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag einzuführen. Unter den Nationalsozialisten wurde der 1. Mai 1933 las „Feiertag der nationalen Arbeit“ eingeführt und ein Jahr später, nach Abschaffung der Gewerkschaften, in „Nationaler Feiertag des deutschen Volkes“ umbenannt.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges blieb der Maifeiertag erhalten, Kundgebungen durften jedoch nur in geringem Umfang stattfinden. In der DDR hieß der Feiertag „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ und hatte die rote Mainelke zur Tradition.

Heute ist der Tag der Arbeit ein gesetzlicher Feiertag in der Bundesrepublik Deutschland. Einige Bundesländer haben eine eigene Bezeichnung des Feiertags, wie etwa Nordrhein-Westfalen. Hier hat der Feiertag den Titel „Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“.

Der Tag der Arbeit weltweit

In Finnland und Frankreich ist der Tag der Arbeit eng mit dem Frühling verknüpft. Während in Finnland „Vappu“, der Tag des Frühlings, der Studenten und der Finnischen Arbeit gefeiert wird, verschenken die Franzosen am „Fête du Travail“ Maiglöckchen, als Symbol des Frühlings.

In Italien wird am „Festa del lavoro“ in der Piazza di Porta San Giovanni (Rom) mit vielen tausend Besuchern das „Concerto per celebrare il Primo Maggio“ gefeiert – ein Konzert, um den ersten Mai zu feiern.

Wenn in China der Tag der Arbeit auf ein Wochenende fällt, wird Arbeitern und Schülern der darauf folgende Montag frei gegeben.

In Japan sind die Regelungen zum Tag der Arbeit etwas komplizierter. Hier fand der Feiertag zum ersten Mal am 2. Mai 1920 statt, als sich in Tokio 10.000 Arbeiter und Arbeiterinnen versammelten und einen Acht-Stunden-Tag forderten. Fortan wurde am 1. Mai auch in Japan der Tag der Arbeit gefeiert. Kriegsbedingt entfiel der Feiertag von 1937 bis 1945. Erst 1946 nahm Japan die Tradition des Feiertags wieder auf, wobei nun an unterschiedlichen Tagen gefeiert wurde: Je nach Gewerkschaft beging man den Tag der Arbeit am 28. oder 29. April oder am 1. Mai – allerdings als nicht gesetzlichen Feiertag. Hierfür gibt es nämlich den „Tag des Dankes für die Arbeit“, der am 23. November gefeiert wird und die Bevölkerung daran erinnern soll, dankbar für die geleistete Arbeit in der Gemeinschaft zu sein.

Bräuche am Tag der Arbeit

Die jährlichen Mai-Kundgebungen sind meist ein Anlass, um auf Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen. Hunderttausende folgen jedes Jahr dem Ruf der Gewerkschaften und fordern auf Demonstrationen beispielsweise Mindestlöhne und soziale Sicherheit. Vielfach sieht man rote Mainelken, die als Symbol der Arbeiterbewegung gelten.

Unabhängig solcher politischen Exkurse existieren in Deutschland verschiedene Bräuche am 1. Mai. In zahlreichen Orten werden Maibäume (meist Birken) aufgestellt, welche ein Symbol für Fruchtbarkeit sind. Mit ihnen und den Maifeuern in der Walpurgisnacht (vom 30.4. zum 1.5.) wird der Winter endgültig verabschiedet. Der Tanz in den Mai ist ebenfalls eine beliebte Tradition, bei der der Mai mit Tanz und Gesang begrüßt wird.

Früher trugen die US-amerikanischen Frauen am Tag der Arbeit zum letzten Mal im Jahr weiß. Heute wird der Feiertag in den Vereinigten Staaten neben Protestkundgebungen auch für Feuerwerke, Barbecues sowie Kultur- und Sportereignisse genutzt. Immerhin markiert der Feiertag das Ende der Sommerreisezeit sowie den Beginn der Football Saison.

Wissenswertes zum Tag der Arbeit

  • Der 1. Mai ist auch der Gedenktag an die Heilige Äbtissen Walburga, nach der die Walpurgisnacht benannt wurde.
  • Papst Pius XII. erklärte den 1. Mai 1955 zum Gedenktag Josef des Arbeiters und setzte damit einen kirchlichen Kontrapunkt zur sozialistisch ausgerichteten Arbeiterbewegung.
  • Der Erste Mai wird in Deutschland auch als "Maifeiertag" bezeichnet.
  • In der Schweiz ist der 1. Mai lediglich ein regionaler Feiertag.

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